Cäsium
Cäsium (chemisches Symbol Cs) ist ein natürlich überall auf der Welt vorkommendes Element aus der Gruppe der Alkalimetalle. Elemente derselben Hauptgruppe im Periodensystem der Elemente haben ähnliche Eigenschaften, daher lässt sich das Verhalten von Cäsium mit dem von Natrium, Kalium und Rubidium vergleichen.
Als Begleitstoff ist es in praktisch allen kommerziell abgebauten Salzen der Alkalimetalle wie z.B. Natriumchlorid und Kaliumchlorid in einem sehr geringen Anteil enthalten. Regional unterscheidet sich das Vorkommen jedoch deutlich, so finden sich in Region wie z.B. Asien und Australien deutlich höhere Anteile in abgebauten Salzen als z.B. Salzen aus Europa. Daher finden sich auch regional leicht unterschiedliche Cäsiumkonzentrationen zwischen 0,3 und 4 µg/l in den Ozeanen.
Ist Cäsium gefährlich?
Nein, natürlich vorkommendes Cäsium besteht zu 100 % aus dem stabilen und nicht-radioaktivem Isotop Cs-133 und stellt für den Mensch in normalen Konzentrationen keine Gefahr dar. Es darf nicht mit dem aus den Medien bekannten Isotop Cs-137 verwechselt werden, welches nur auf künstliche Weise aus Kernspaltung entsteht. Aufgrund der Reaktorunfälle in Tschernobyl und Fukushima ist es zwar weltweit nachweisbar, hat mit dem natürlichen Cäsium in Mineralien und damit auch in Meerwasseraquarien nichts zu tun.
Biologische Bedeutung von Cäsium
Eine essentielle biologische Funktion ist für Cäsium weder bei Korallen noch bei Fischen oder anderen Riffbewohnern bekannt. Aufgrund der chemischen Ähnlichkeit zu Kalium kann Cäsium jedoch unspezifisch über Kaliumkanäle in Zellen aufgenommen werden, ohne dort eine eigene Funktion zu erfüllen.
Zu hoher Wert:
Teilwasserwechsel mit geprüftem Meersalz, Überprüfung des verwendeten Meersalzes sowie verbauter Materialien auf mögliche Kontaminationsquellen.
Zu geringer Wert:
Ein zu geringer oder nicht nachweisbarer Cäsiumwert hat nach aktuellem Kenntnisstand keine bekannten negativen Auswirkungen. Da Cäsium in jedem Meersalz enthalten ist, wird es über regelmäßige Teilwasserwechsel automatisch eingetragen. Eine gezielte Einzeldosierung ist nicht vorgesehen.
| Sorte | Alkalimetall, ähnlich zu Kalium |
|---|---|
| Nutzen | kein bekannter Nutzen, natürlicher Meerwasserbestandteil |
| Richtwert | 0,3 – 4 µg/l |
| Skill Level | Grün, unbedenklich |
| Quelle | Meersalz, Futtermittel, Ablegersteine, Aquariendekoration |
| Verfügbar | Keine Dosierung vorgesehen, Zufuhr erfolgt automatisch über Meersalz |
| Wichtigkeit 1–6 | 1 |
| Detektionsqualität | Hoch, nur mit MS-Upgrade |
Wie wird Cäsium in Meerwasser analysiert?
Cäsium kann mittels ICP-OES nicht bestimmt werden und ist daher exklusiv in einem MS-Upgrade enthalten. Das MS-Upgrade kann auf alle Meerwasser ICP-Analysen von Fauna Marin angewandt werden (außer Free ICP) und ist im Laborportal nach anmelden einer Wasserprobe erhältlich.
Da Cäsium ein natürlicher Bestandteil aller Meerwässer und der meisten Mineralien ist, kann der Messwert selbst in einem künstlichen im Aquarium praktisch nicht null betragen und ist kein Grund zur Sorge.
Woher kommt Cäsium?
Jede Meersalzmischung enthält Cäsium in geringen Spuren als natürliches Begleitelement der eingesetzten Rohstoffe, ebenso wie lebende Steine und andere mineralische Gesteinsquellen im Aquarium. Aufgrund der Regionalen im natürlichen Vorkommen sind hohe Cäsiumkonzentrationen besonders in Meersalzmischungen und Futtermitteln aus Fernost zu finden.
Erhöhte Werte, Maßnahmen und Folgen
Spürbar erhöhte Cäsiumwerte sind in der Meerwasseraquaristik selten, da das Element kaum in handelsüblichen Produkten oder Dekorationsmaterialien vorkommt. Erfahrungsgemäß liegen die meisten Meerwasseraquarien zwischen 1 und 3 µg/l Cäsium. Wenn doch erhöhte Werte auftreten, sollte folgendes geprüft werden:
- Mit dem Hersteller des verwendeten Meersalzes die typischen Cäsiumkonzentrationen abklären und ggf. den Hersteller wechseln. Fauna Marin prüft jede Charge seiner Meersalze, sowie die eingesetzten Rohstoffe, um einen naturnahen Cäsiumgehalt sicherstellen zu können.
- Aquariendekoration, insbesondere künstliche oder mineralische Dekorationsmaterialien fraglicher Herkunft.
- Futtermittel aus Fernost, in denen Cäsium als natürlich erhöhte Begleitsubstanz mineralischer Rohstoffe enthalten sein kann.
Da für Cäsium im Riffaquarium bislang keine belastbaren Toxizitätsschwellen aus der wissenschaftlichen Literatur vorliegen, gilt: Werte bis 5 µg/l entsprechen dem natürlichen Bereich und sind unbedenklich und es sind weder Mangel- noch Überschusssymptome bekannt oder zu erwarten. Wiederholt deutlich höhere Messwerte sollten als Hinweis auf eine externe Kontaminationsquelle gewertet und deren Ursache gesucht werden.
Die Beste Methode zur Reduktion erhöhter Cäsiumkonzentration ist ein regelmäßiger Teilwasserwechsel mit einem geprüften Meersalz wie dem Fauna Marin Professional Sea Salt.

Balling Light:
Cäsium wird im Balling-Light-System nicht gezielt dosiert, da kein essentieller Bedarf bekannt ist. Die natürliche Versorgung erfolgt automatisch über das Meersalz bei jedem Wasserwechsel. Eine Nulldosierung oder gezielte Entfernung ist weder vorgesehen noch sinnvoll, da Cäsium als natürliches Mineral des Meerwassers grundsätzlich nicht auf null reduzierbar ist.